Ennepetal | Wohnquartier Homberge

Seit Jahren schrumpft die Bevölkerungszahl in Ennepetal. Sie nahm von 33.725 im Jahr 2000 auf 29.926 im Jahr 2015 ab (Quelle IT.NRW Landesdatenbank, Stand 10/2016). Dies zeigt sich auch in der relativ geringen Neubautätigkeit und in Angeboten, die nicht ausreichend dem Bedarf auf dem Wohnungsmarkt entsprechen: so fehlt etwa Bauland für junge Familien mit Kindern und für höherwertigem Wohnraum im Eigentum oder zur Miete. Gleichzeitig sind Grundstücke in guten Lagen nachgefragt. Im Flächennutzungsplan von 2014 ist das Plangebiet Homberge als Wohnbaufläche dargestellt. Gegenüber dem alten FNP wurde dabei – unter anderem aus städtebaulichen und ökologischen Gründen – etwa die Hälfte der bisherigen Fläche zurückgenommen. So besteht nun die Möglichkeit, die vorhandene Siedlung – auch landschaftlich angepasst – zu vervollständigen. Anknüpfungspunkt der baulichen Entwicklung ist die kleinteilige Struktur der Nachbarschaft und dessen dörflich geprägter Charakter.
Das neue Wohnquartier ist daher geprägt von Vor- und Rücksprüngen in den Baufluchten, kleinen Straßenaufweitungen und -knicken, Brüchen in den Blickachsen und einer angerähnlichen Abfolge von Plätzen. Damit ermöglicht das städtebauliche Konzept ein abwechslungsreiches Ortsbild mit hohem Wiedererkennungswert. Die für Ennepetal typische bewegte Topografie wird nicht als Einschränkung, sondern als entwurfsbestimmendes Motiv genutzt. Die Gebäude folgen soweit wie möglich den Höhenlinien. Zudem werden die Geländesprünge entweder im Gebäude oder innerhalb des Grundstücks überbrückt. Mit den ebenerdig angelegten Spiel- und Aussichtsmöglichkeiten entsteht für diese öffentlichen Flächen eine fast selbstverständliche Abgrenzung innerhalb der Hanglage.