Bamberg | Lagarde-Kaserne

Konversion und Stadtentwicklung

Auf dem ehemaligen Kasernenareal der Warner Barracks in Bamberg ergibt sich auf gut 160 Hektar die große Chance, das Areal als Gartenstadt neu zu beleben.

Der städtebauliche Entwurf zielt nicht auf einen finalen Zustand, sondern konzentriert sich darauf, Leitplanken für eine schrittweise Re-Urbanisierung anzubieten, zu der viele Akteure aus Stadt und Region eingeladen sind. Durch die unterschiedlichen Profile der Teilgebiete wird ein wesentlich breiteres Nutzerspektrum erreicht. Die Baufelder orientieren sich in Zuschnitt und Erschließung am Kasernengrundriss. Durch den modularen Aufbau des Entwurfs ergeben sich für die bauliche Entwicklung mehrere Optionen – vom Erhalt aller Gebäude auf dem Baufeld bis zu ihrem Austausch. Die grüne Achse der JFK-Promenade ist das freiräumliche Rückgrat der Entwicklung, die bis in den Hochsmoorwald führt.

Dieses Zukunftsbild entsteht im Spannungsfeld von Tradition und Innovation und kultiviert die Verbindung von städtebaulicher Dichte und gartenstädtischer Offenheit. Die zahlreichen denkmalgeschützten Backsteingebäude bleiben erhalten und bieten Raum für vielfältige Nutzungen – vom Wohnen in den ehemaligen Pferdestallungen, Gastronomie natürlich, und einen Kammerkonzertsaal in der Alten Reithalle sowie eine Markhalle. Dort im urbanen Nebeneinander von vielfältigen Wohnformen und Gewerbe- Kultureinrichtungen, erhält der Bamberger Osten ein neues Zentrum mit eigenständigem Profil.

Auftraggeber

Stadt Bamberg

Projektzeitraum

2015 – 2019

Planungspartner

lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner GmbH
R+T Ingenieure für Verkehrsplanung
Solites Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme

Projektdaten

Plangebiet 160 ha

Leistungen

Wettbewerb
Rahmenplan
Verfahrensbetreuung
Gestaltungshandbuch

Auszeichnung

1. Preis Städtebaulicher Wettbewerb